
Köln | Nach dem schlimmen Wohnungsbrand am Dienstag Morgen in der Südstadt sorgte nun ein weiterer größerer Einsatz am Freitag Morgen für hektische Szenen im Veedel.
Der Schauplatz diesmal: Die Venloer Straße kurz vor der Äußeren Kanalstraße.
Uns erreichten Bilder des aktuellen Einsatzes.
Mit einem Kran versuchten die Rettungskräfte offenbar erfolgreich einen Dachbrand unter Kontrolle zu bekommen, der Verkehr in Köln-Ehrenfeld staute sich vor Ort entsprechend.
Brand in Rösterei Schamong unter Kontrolle
„Ja, wir hatten ein Feuer in einer Rösterei, die Nachlöscharbeiten laufen noch. Drei Personen werden von uns betreut“, so Feuerwehr-Sprecher Ulrich Laschet zu koeln0221.
Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Es handelt sich bei dem betreffenden Gebäude um die bekannte Rösterei Schamong.
Des Weiteren informierte die Kölner Feuerwehr über eine Großübung im RheinEnergieSTADION.
„Am 2. und 3. Juni haben wir gemeinsam mit rund 800 Einsatzkräften von THW, Bundespolizei und BBK die Großübung „resConEx’26” im RheinEnergieSTADION durchgeführt.
Das Szenario: Eine Explosion mit gefährlichen Stoffen (CBRN) im Umfeld einer internationalen Sportveranstaltung. Kontaminierte Personen, Fahrzeuge und die gesamte Infrastruktur rund ums Stadion – der Ernstfall, so realistisch wie möglich.
Was wir trainiert haben:
👥 Evakuierung betroffener Bereiche
🚿 Dekontamination von 400 Personen an eigens eingerichteten Dekontaminationsstrecken
🚗 Reinigung von 50 Fahrzeugen
🏗️ Dekontamination von Geräten & Infrastruktur
🧪 Betrieb spezieller Sammelsysteme für kontaminierte Abwässer und Abfälle
🏕️ Aufbau einer „Base of Operation” auf dem Stadionparkplatz zur Unterbringung & Versorgung der Einsatzkräfte
Warum das so wichtig ist:
Die Übung diente der Erprobung der deutschen rescEU CBRN-Dekontaminationskapazität – einer Spezialeinheit aus THW, Bundespolizei und BBK, die künftig im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens (UCPM) bei verheerenden Gefahrenlagen europaweit eingesetzt werden kann.
Kölns Rolle: Host Nation Support
Köln hat diese Übung mit rund 260 haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften gestemmt und gezeigt, was unsere Stadt in einer Ausnahmesituation leisten kann.
Die Feuerwehr Köln war mit zahlreichen Löschgruppen und Sondereinheiten dabei.
Der Katastrophenschutz Köln war mit allen vier Hilfsorganisationen und ihren 5 Einsatzeinheiten vertreten – unterstützt durch die Firma Falck als Leistungserbringer. Der Großteil unserer Kräfte war ehrenamtlich dabei.
Insgesamt nahmen 400 Statist*innen und 250 Beobachtende aus 15 Ländern an der Übung teil. Die rescEU-Einheit soll ihre volle Einsatzfähigkeit Ende 2026 erreichen.“