
Köln | „Wir haben seit Wochen keine Ruhe mehr vor ihm.“
Hanna S. weiß weiterhin nicht mehr weiter. Wir hatten mehrmals von den Schikanen des im Veedel bekannten „Scheibenschmeißers“ Stefan S. berichtet.
Doch nachdem seine Vermieterin ihm die fristlose Kündigung der Wohnung in der Südstadt erteilt hatte, hat sich die Lage nach ihrer Aussage zugespitzt.
Zerkratzte und eingeworfene Scheiben, zugeklebte Schlösser, verbale und schriftliche Drohungen – also Stalking – gehören zum Alltag.
Der neueste Höhepunkt: „Er ist eingebrochen in mein Haus und hat alle Türen eingetreten und alles durchwühlt“, sagt die junge Frau und schildert schlaflose Nächte wegen des mehr als offensichtlich psychisch schwer kranken Mannes, der nicht aufhört zu drohen und bis zu ihrem Zuhause in Wesseling zu belästigen.
Psychisch kranker Mann terrorisiert Veedel weiter
„Wir sind nicht mal an in unserem eigenen Wohnumfeld mehr sicher. Es gab jetzt mehrfach Drohbriefe tatsächlich, weil er nicht ausgezogen ist tatsächlich wie erwartet.
Wir mussten ihm dann ja noch eine zweite Frist setzen. Im Rahmen der Räumungsklage, die läuft am 21. Mai aus und dann hoffen wir tatsächlich auf das Amtsgericht Köln, dass die einfach da schnell handbar werden.

Und die Wohnung eben räumen – er wohnt aktuell ohne Mietvertrag und besetzt sozusagen die Wohnung, die er auch schon massivst beschädigt hat und hält sich da immer wieder auf. Aber als Vermieter hat man ja tatsächlich keinerlei Rechte, da irgendwie ja was anderes zu tun außer als auf das Amtsgericht zu warten.“
Der Hintergrund noch mal: Stefan S. gilt als „schuldunfähig“, laut §20 im Strafgesetzbuch könne er aufgrund „einer psychischen Störung, einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung, […] das Unrecht seiner Tat nicht erkennen oder nicht nach dieser Einsicht handeln.“
Die Geduld der Vermieterin ist am Ende, sie will nichts runterspielen und Druck auf die Behörden machen, von denen sie sich im Stich gelassen sieht.
„Wir wollen jetzt mehr an die Öffentlichkeit, da bei der Staatsanwaltschaft überhaupt nichts passiert und wir werden jetzt keine weiteren zwei Monate mehr warten“, seufzt sie.