
Köln | Grausige Nachricht aus dem Veedel.
Staatsanwaltschaft Köln und Polizei Köln geben bekannt:
Am Montagnachmittag (27. April) hat ein 68 Jahre alter Mann bei einem Angriff in Köln-Lindenthal lebensgefährliche Stichverletzungen erlitten.
Polizisten haben im Zuge der Fahndung einen 26-jährigen Tatverdächtigen in einem Park im Stadtteil Sülz vorläufig festgenommen.
Ein Anwohner hatte gegen 15.15 Uhr eine Auseinandersetzung im Bereich Gleueler Straße / Mommsenstraße über den Notruf gemeldet.
Die Hintergründe der Tat sind zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Eine Mordkommission übernimmt die weiteren Ermittlungen.
TV-Hinweis:
In einer Sonderausgabe der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY…gelöst“ werden am kommenden Mittwoch (29. April) zwei Kölner Mordfälle neu erzählt – mit nachgestellten Szenen und Einblicken in die Ermittlungsarbeit. Die langjährigen Ermittler Andreas Dick und Markus Weber schildern die entscheidenden und teils aufwändigen Schritte, die zur Aufklärung der Verbrechten führten.

„Karnevalsmord“
Im Februar 1988 wurde an der Strecke des Rosenmontagszuges die damals 24-jährige Petra Nohl in der Kölner Innenstadt getötet. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Fall über Jahrzehnte ungelöst. Erst 2022 nahm die Ermittlungsgruppe Cold Cases den Fall wieder auf und wendete sich u.a. an die Öffentlichkeit.
Ein Hinweis in der Sendung Aktenzeichen XY…ungelöst“ führte schließlich zu einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Moderne DNA-Analysen ermöglichten dann kurz darauf auch die Identifizierung. Genau 35 Jahre nach der Tat wurde dann ein 56-jähriger Mann festgenommen und später zu lebenslanger Haft verurteilt.
„Hilton Mord“
Während des Weltjugendtages im August 2005 wird ein 37 Jahre alter Mann in einem Hotelzimmer in der Kölner Innenstadt erschlagen aufgefunden. Videoaufnahmen mit zwei Männern und einer auffälligen Golftasche lieferten eine zentrale Spur.
Nach einem Aufruf in „Aktenzeichen XY… ungelöst“ im Dezember 2005 führten die Ermittlungen schließlich zur Ergreifung des 35-jährigen Täters in Berlin. Das Landgericht Köln verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe.