
Köln | Es war einer jener Momente, für die man das Eintrittsgeld gerne bezahlt und von denen man noch lange an den Theken der Stadt spricht. Dann, wenn es mal um die Ästhetik des Fußballspiels geht. Und nicht um alberne Gerüchte und Unzulänglichkeiten.
Bei seinem 1:0-Treffer gegen die TSG Hoffenheim am Samstag Nachmittag im RheinEnergieSTADION gelang FC-Stürmer Ragnar Ache eine Aktion der Marke „Weltklasse“.
1.FC Köln: Ragnar Ache mit Sensation gegen Hoffenheim
Eine Flanke von Said El Mala wuchtete der Stürmer per Fallrückzieher unhaltbar für Gäste-Keeper Oliver Baumann in den Kasten zur Kölner Führung.

Die Fans flippten aus, seither sind die Videos vom Tor im Netz der Klickhit. Die Social Media-Abteilung des FC setzte das Tor geschickt aus verschiedenen Perspektiven in Szene, die User in den sozialen Netzwerken wie die Fans und Mitspieler in der Arena feierten Ache für den Geniestreich zurecht ab.

Ein besonderer Moment erst Recht für Jene, auf die bei einem Spiel die schwere Aufgabe zukommt, den richtigen Moment ja zu erwischen und nicht zu verpassen: Sportfotografen!
Diese Profis stehen hinter dem Tor oder an der Seitenlinie und müssen die komplette Spieldauer bei Wind, Schnee und Regen hellwach sein, dabei auch immer einen Blick auf die Tribüne wegen Promis oder Funktionären haben. Diese Arbeit und den Kostenapparat durch technisches Equipment dahinter inklusive der Konkurrenzsituation untereinander sieht kaum jemand – und sie wird von den hiesigen Depeschen nicht mal im Ansatz angemessen honoriert.

Dass jeder Anhänger dann irgendwie solche Bilder von dem Traumtor auf dem Handy hat und fröhlich als vermeintlicher Gönner herumschicken kann, liegt eben allein an ihnen.
„Bilderlieferant“ Ache jedenfalls wusste, was ihm da mit seinem fünften Saisontreffer gelungen war – schade nur, dass der Treffer nicht zum Sieg über die Kraichgauer reichte und es 2:2 endete. Denn diese Bude hätte einen Dreier allein verdient gehabt. . .