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Februar 3, 2026
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Helferinnen für Yosef (†14) wegen Kerzen und Spenden angefeindet!

Dormagen | „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – dieser Satz des großen Erich Kästner (†1974) scheint allerdings nicht mehr aktuell zu sein.

Denn nach eigener Erfahrung schildert die Dormagenerin Kerstin Ruhe in einem „offenen Brief“ am Dienstag Morgen, was ihr Engagement und das von Spendensammlerin Samantha für den getöteten Yosef (†14), , dessen Leiche an einem Waldsee vor einer Woche entdeckt worden war, für Folgen hatte: Nämlich Unterstellungen im Netz!

„Diese Anfeindungen weniger Einzelner haben leider eine große Wirkung: Sie führen dazu, dass gutherzige Menschen sich künftig lieber zurückhalten und im Zweifel gar nichts mehr tun. Das kann doch nicht in unser aller Sinne sein (…) Sie führen dazu, dass immer weniger Menschen den Mut haben, etwas Gutes zu tun“, schreibt die Nachbarin des getöteten Schülers.

Screenshot

Die Spendensammlung für Yosef auf dem Portal „GoFundMe“, die Samantha nach der Todesnachricht ins Netz gestellt hatte, erreichte weit mehr als das Ziel von 6000 Euro und steht schon fast bei 41 000 Euro.

„Die Spendenbereitschaft war überwältigend. Aus einem Ziel von 6.000 Euro wurden innerhalb weniger Tage über 40.000 Euro. Dann kamen Hinweise: zur Sozialhilfe-Problematik, zu Gebühren der Plattform. Und mit diesen Hinweisen kam leider auch Kritik – teils scharf, teils verletzend. Was folgte, war für Menschen wie Samantha und mich schwer auszuhalten.
Unterstellungen, Misstrauen, Vorverurteilungen. Obwohl es nie um etwas anderes ging als um Hilfe für eine trauernde Familie und um ein Zeichen gegen Gewalt.“

Auch für die von ihr initiierte Lichterkette erfuhr Nachbarin Kerstin offenbar nicht nur Lob. Muss man sich heutzutage tatsächlich rechtfertigen, wenn man anderen helfen will? Auch, damit so eine Tat nicht in Vergessenheit gerät?

Sie beschließt ihren offenen Brief dennoch versöhnlich: „Denn wenn wir beginnen, das Licht der liebevollen Menschlichkeit gegenseitig zu ersticken, dann wird es dunkler – für uns alle.“

Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) seinerseits hatte angekündigt, wegen der beschriebenen Problematiken Anfang der Woche eine neue Spendenaktion ins Netz zu stellen. . .

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