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Ballermannisierung: Kölner Malle-Star geht wegen Burmeister „steil“

Köln | Feuer frei !

Die Debatte um die vermeintliche „Ballermanisierung“ des Kölner Karnevals lodert mehr denn je. Nachdem der neue Kölner OB Torsten Burmester sich mitten in der Session öffentlich zu der Frage positioniert hatte („Dass wir das nicht in die Ballermannisierung laufen lassen dürfen, ist aber auch klar. Es gibt kein Recht darauf, hier Dinge zu tun, die man in der eigenen Heimatstadt nicht tun dürfte), rufen dessen Aussagen nun einen gestandenen Ur-Kölner und Ballermann-Star auf den Plan.

Und Tim Toupet (bürgerlicher Name: Tim Bibelhausen) kontert den OB im koeln0221-Gespräch mit der Verbal-Bazooka!

„Da möchte ich gerne fragen, ob dieser liebe Herr neue Oberbürgermeister denn jemals in seinem Leben schon ein, zwei- oder dreimal am Ballermann war, dass er sich solche Aussagen erlauben darf oder ob er wieder nur vom Hörensagen redet, woher er seine Informationen nimmt, dass eine Ballermannisierung das absolut Negativste ist?“, fragt der Stimmungsmacher, „überhaupt dieses Wort ins Negative zu ziehen an einem Ort, wo Menschen aus der ganzen Republik zusammenkommen, teilweise aus Österreich, der Schweiz, Belgien oder Holland, überall 365 Tage im Bierkönig friedlich zusammen feiern, natürlich Alkohol trinken, sich aber absolut benehmen und gerade im vergangenen Jahr war das eins der der ereignislosesten, wenn’s ums Negative geht.“

Der gebürtige Kölner Toupet, Spezi von FC-Beinah-Präsident Wilke Stroman und seit Jahren an der Playa eine gestandene Größe, mit dem „Zwiebeldöner“- und „Fliegerlied“ auf hunderten Bühnen im Jahr unterwegs, findet, „dass es auf jedem Schützenfest in jedem Ort in Deutschland mehr Theater gibt und sich mehr daneben benommen wird, als wenn man es im Vergleich sieht am Ballermann. Und der Herr Oberbürgermeister wird von mir hiermit sehr sehr gerne mal eingeladen, dass er sich das Ganze mal anschaut und dann auch mal im Verhältnis sieht, was hier los ist. Da geh ich ja direkt ganz ganz steil!“

Denn: „Einen Begriff Ballermannisierung zu thematisieren und den in die Negativschiene zu schieben, dass das mit Dreck Alkohol, Exzessen und kotzen, in die Ecke zu sch.. zu tun habe, was soll das?“

Der singende Friseur, einmal in Rage, weiter: „Der soll doch mal am Wochenende auf die Ringe gehen, was da los ist und zwar nicht zum Karneval, sondern unterm Jahr und dann gehen wir beide, der Herr Oberbürgermeister und der Herr Toupet, der asoziale Ballermannisierungssänger, gehen gerne mal dann zeitgleich über den Ballermann und dann schauen wir mal, was der Herr Oberbürgermeister sagt.“

Längst sei der Karneval und die Kölner Musik auf Mallorca heimisch, aber da gebe es keine Diskussion, so der Barde: „Ich finde das sehr sehr ungerecht, weil der Kölner Karneval das ganze Jahr über auf Mallorca stattfindet! Mal mehr, mal weniger, aber das ganze Jahr läuft da auch Musik aus dem Karneval. Und die „jungen“ Bands, die jetzt rankommen wie Kasalla und Querbeat und wie sie alle heißen, haben doch mit dem traditionellen Karneval nichts mehr zu tun.

Die Musikrichtungen vermischen sich sowieso immer mehr ineinander und das hat jetzt nicht nur was mit Karneval und Ballermann zu tun, sondern das sehe ich auch sehr stark im deutschen Schlager, im Popschlager und im Rap. Das ist alles nur noch ein Mischmasch. Da gibt’s gar nicht mehr diese ganz knallarten Unterteilungen und da müssen wir am Ballermann auch mit klarkommen“.

Bibelhausen appelliert für eine Zeitenwende im kölschen Fasteleer und pflichtet Kompagnon Ikke Hüftgold bei, der den Karneval in den nächsten drei Jahren komplett erobern will.

Die Zeit der larmoyanten alten weißen Männer, die nichts Neues mehr können, lange genug mit dem gleichen Singsang abkassiert haben und nur noch den guten, alten Tagen hinterhertrauern, um mit neidischem Blick auf andere zu jammern, dass sie vergessen werden, müsse abgelaufen sein: „So muss der Karneval auch mit der Zeit gehen, ob man das gut findet oder nicht – und muss modern werden. Ich verstehe nicht, wenn man an dem Alten festhält, bis man untergegangen ist. Statt zu versuchen, einen Kompromiss zu finden und irgendwo alle Felder zu bedienen, damit es weitergeht, nee da hält man lieber fest. Es gab doch auch einmal den Wandel mit den Bläck Fööss oder Brings und man sieht doch, wie erfolgreich diese Bands sind und wie die Bands sich verjüngen, die auch den Mix vollziehen.“

Rumms! Ob der OB indes das „Spaziergang-Angebot“ annimmt? Fraglich. . .

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