
Dormagen | Eine große Geste derer, die ihn kannten! Ein Lichtermeer, das in der Dunkelheit seinen Weg sich bahnt und die Erinnerung am Leben hält!
Für den vor wenigen Tagen getöteten Jugendlichen Yosef (†14) gingen am Samstagnachmittag ab 17 Uhr viele Dormagener/innen aus dem Haus. Genauer gesagt: Dorthin, wo der Realschüler seinen Nachhauseweg gefunden hätte.

Anfang der Woche war seine malträtierte Leiche an einem Waldsee gefunden worden. Die grausame Tat, über deren schlimmen Hintergrund und „Motivation“ noch nichts bekannt ist und wilde Spekulationen sich verbieten, sorgte über das Kölner Umland hinaus bundesweit für Entsetzen und Schlagzeilen gleichermaßen.
Das sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld zur Lichterkette
Nun erinnerten die Nachbarn, Freunde und Weggefährten mit einer bewegenden, selbst initiierten und im Netz vorab proklamierten Aktion an den lebensfrohen jungen Mann, der unvermittelt aus dem Leben gerissen worden ist.

Der Dormagener Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) unterstützte das Vorhaben öffentlich, hatte zuvor für die geplante Lichterkette geworben und sich ausdrücklich bei den Initiatoren bedankt.
Die Lichterkette war indes kein eigenmächtiger Alleingang, sondern, wie es hieß, sei mit der Familie des Getöteten abgesprochen. Lierenfeld sehr berührt nachher zu koeln0221: „Ich bin einfach überwältigt für die Anteilnahme und glücklich, dass alles so gut funktioniert hat. Die Mutter und die Familie besonders waren dankbar über so viel Anteilnahme. Das hat alle sehr berührt.“
Die Zufahrtsstraßen rund um die Strecke waren frühzeitig gesperrt worden, so dass viele Menschen mitgehen und Abschied von Yosef nehmen konnten.
Initiatorin Kerstin Ruhe hielt eine Rede: „Ich wollte mich wirklich nicht in den Vordergrund stellen. Aber da musste ich dann wohl durch. Und Erik (Lierenfeld, Anm. d. Red.) hat sich auch nur respektvoll daran beteiligt. Und mich nach vorne geschoben. Der Text ist komplett von mir und er hat mir völlig freie Hand gelassen.“

Polizei bittet um Mithilfe auf der Tätersuche
Wichtig: Nochmal an dieser Stelle der Verweis auf die Maßnahmen der im Fall zuständigen Behörden – es sind insgesamt 10 000 € als Belohnung für Hinweise, die zur Ermittlung und Verurteilung eines Tatverdächtigen führen, ausgesetzt. Noch immer scheint die Polizei ohne konkrete Spur zu sein. Die Ermittlungen laufen.
Hinweise zur Mordkommission Waldsee nimmt die Polizei unter den Telefonnummern 02131 3000, 0211 8700, der Mailadresse poststelle@polizei.nrw.de oder persönlich an jeder Polizeidienststelle entgegen.“